Der Buzz-R - mehr als ein Stück Holz!

Ich bin durch Zufall auf den Buzz-R gestoßen. Im Prinzip handelt es sich um ein Stück Holz mit einem Loch drin. Es ist so gesehen ganz schlicht eine Verlängerung, die den Effekt hat, dass das Mundstückspielen deutlich leichter wird und sich dem Spielgefühl auf der Trompete annähert. Es ist wichtig, es sich beim Üben grundlegender Spieltechnik, möglichst leicht zu machen. Ich verweise hier gerne auf den Philosophen Peter Sloterdijk, der sinngemäß schrieb: "Du kannst nicht nicht üben." Für uns bedeutet dies, dass jeder Fehler, jede Anstrengung immer auch mit geübt wird. Wenn ich es mir also - zumindest am Anfang - möglichst leicht mache, vergrößere ich die Chance, alles richtig zu machen. Dann baue ich positive Gewohnheiten auf, anstatt Fehler mit einzuüben. Der Buzz-R, dieses unscheinbare Holzstück, hilft zu vermieden, dass beim Mundstückspielen der Hals zu geht und dass der Ton übermäßig rauscht. Sowohl freier Luftfluß, als auch Klangqualität werden also gefördert. Warum aber überhaupt auf dem Mundstück spielen? Mundstückspielen ist eine wichtige Säule jeden Übens und ich setze es auf zwei Arten ein. Zunächst einmal aus funktionalen Gründen. Mit Glissando-Übungen auf dem Mundstück trainiert und verfeinert man die für die Tonhöhenveränderung notwendige Zungenbewegung. Hierbei ist die Qualität, wie oben angedeutet, entscheidend. Das bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Ton sauber ist, d. h. dass keine Neben- und Halsgeräusche vorkommen, dass der Ton möglichst wenig rauscht und dass man einen angemessenen Kraftaufwand betreibt. Das wird durch den Buzz-R viel leichter möglich. Ich erlebe es oft, dass Probleme, ein solches sauberes Glissando auszuführen mit dem Buzz-R unmittelbar verschwinden. Der zweite Grund auf dem Mundstück zu üben ergibt sich aus dem Song & Wind - Prinzip, das Arnold Jacobs mit den Worten: "Der Klang im Kopf schult der Körper" zusammengefasst hat. Das innere Hören, die Vorstellung der Musik, setzt die gesamte Klangerzeugung in Gang und koordiniert diese. Wenn du eine beliebige Melodie auf dem Mundstück spielst, wirst du feststellen, dass du einige Töne nicht ganz genau triffst oder sie nicht ansprechen. Dann gilt es zuerst an der Klangvorstellung zu arbeiten, diese also zu verfeinern. Danach wird das Spiel auf dem Mundstück besser sein und der Unterschied beim Trompetespielen ist normalerweise sofort hörbar: die Töne klingen kerniger und die Ansprache ist besser. Warum nicht irgend eine Verlängerung? Es stimmt natürlich, man kann als Hobbybastler ein Loch in ein Stück Holz bohren oder einfach ein Stück Gartenschlauch nehmen und schon hat man seinen Eigenbau-Buzz-R. Das hat einen ähnlichen Effekt, aber nicht den Gleichen. Denn der Buzz-R ist in der Tat mehr als "ein Stück Holz", er ist ein ausgereiftes Produkt: es wurden verschiedene Holzsorten getestet, verschiedene Durchmesser, die Größe der Löcher und mehr. Ausserdem ist er schön gearbeitet und es macht Spaß, damit zu spielen. Ich empfehle ihn allen meinen Schülern und möchte ihn auch selbst nicht mehr missen. Daniel Forsnabba ist Dipl. Trompetenlehrer und Alexander-Technik-Lehrer. Er ist Autor des Buches "Lebendiges TrompetenSpiel" und betreibt die Webseite trompete-spielen-lernen.de


Statement:

Der Buzz-R von Markus Arnold ist für alle Blechbläser ein sehr nützliches Tool, das in keiner Ausrüstung fehlen sollte. Der Buzz-R simuliert nahezu perfekt den Widerstand des Instruments. Das Material ist hochwertig und nachhaltig.


Liebe Grüße

Markus Privat